Kameraarbeiten
Die Story: Windkraft - Fluch oder Segen?

Die Story: Windkraft - Fluch oder Segen?

Reportage
45 Min.
WDR
2020

Buch und Regie: Herbert Ostwald
Kamera: Erik Sick
Assistenz und Ton: Marcel Lepel
Ute Haverkämper
Schnitt: Dirk Hergenhahn
Grafik Andreas Hougardy
Musik Fabian Berghofer
Sprecher Simon Roden
Produktion: Längengrad Filmproduktion
Kameraequipment: Scopitone Film
Herstellungsleitung: Katja Sträter
Produzenten: Thomas Weidenbach
  Sarah Zierul
Redaktion WDR: Gudrun Wolter
Auftraggeber: WDR

Dreharbeiten:
Mai - Juli 2020 in Deutschland

Sendetermine im WDR-Fernsehen:
09.09.2020 um 22.15 Uhr bei "Die Story"

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Dreharbeiten in der Nähe von Paderborn
Dreharbeiten in der Nähe von Paderborn

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Windkraft - Fluch oder Segen?

Kaum ein Thema ist in Nordrhein-Westfalen so umstritten wie der Ausbau der Windenergie. Wo Windräder errichtet werden, fürchten Anwohner oftmals um ihre Gesundheit oder beklagen Nachteile für die Umwelt. Sie fühlen sich verraten und betrogen, argwöhnen, dass Politiker mit Investoren und Landbesitzern gemeinsame Sache machen. Die Folge: Genehmigungsverfahren für neue Windräder verschleppen sich jahrelang und neue Bauflächen zu finden, wird immer schwieriger. Die Energiewende gerät in Gefahr. Und der Streit um die Windkraft erhitzt im Vorfeld der NRW-Kommunalwahlen im September die Gemüter von Bürgern und Politikern.

Nur 27 neue Windräder wurden in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr 2020 errichtet, weniger als in früheren Jahren. Wenn dieser Trend anhält, könnte der Traum von einer Energieversorgung ohne Kohle und Atom bald ausgeträumt sein. Doch was ist dran an den Vorwürfen der Windkraftgegner, die die Gesundheit der Anwohner durch Infraschall und Schattenwurf bedroht sehen? Und wie stichhaltig sind die Klagen von Naturschützern, die Windkraftanlagen als "Vogelschredder" bezeichnen und von mutwilligen Zerstörungen der Nester seltener Vogelarten an geplanten neuen Windradstandorten berichten?

Entlang der Brennpunkte des Konflikts geht die Story auf Spurensuche: Das Paderborner Land ist unbemerkt vom Rest des Landes zu einem Zentrum der nordrhein-westfälischen Windindustrie geworden. Über 550 Windräder drehen sich hier bereits, viele weitere sollen dazu kommen. Die Stimmung im Landkreis ist gespalten. In der Gemeinde Borchen fühlt man sich ausgeliefert, Anwohner und Bürgermeister versuchen sich gegen die große Zahl der Windräder zu wehren. Ganz anders die zehn Kilometer entfernte Nachbar-Gemeinde Lichtenau. Dort sind die Proteste abgeflaut, seitdem die Bürger mitbestimmen dürfen und an der Windenergie sogar mitverdienen. Weil es zunehmend schwieriger geworden ist, neue Standorte auf Acker- und Wiesenflächen zu finden, werden neue Windräder zunehmend auch in Wäldern errichtet. Zum Beispiel in der Gemeinde Dahlem in der Eifel. Sie profitiert von den Pachteinnahmen des Betreibers - trotzdem regt sich auch dort Protest gegen die Windräder mitten im Wald.

"Die Story" geht den Sorgen der Anwohner von Windparks und den Antworten der Befürworter auf den Grund. Welche Behauptungen stimmen? Welche Ursache haben die Befürchtungen? Aber vor allem: Gibt es mögliche Lösungen, die die Sorgen der Bürger und den Naturschutz ebenso ernst nehmen wie die Notwendigkeit einer klimafreundlichen Energieversorgung?

(Pressetext WDR Online)

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