Kameraarbeiten
Theos Tierwelt - Europa 2 (AT)

Freche Viecher - Nandus, Sittiche und Nutrias

Dokumentarfilme
3 x 43/52 Min.
ZDF/ARTE
2019/2020

Buch und Regie: Herbert Ostwald
Kamera Sittiche & Nutrias: Erik Sick
Kamera Nandus: Erik Sick
Roland Gockel
Klaus Scheurich
Ton und Zusatzaufnahmen: Marcel Lepel
Bastian Barenbrock
Ralf Gromann
Daniel Hallmann
Schnitt: Armin Riegel
Andreas Tillezek
Musik: Mark Joggerst
Sounddesign: Oliver Engelhardt
Sprecher: Matthias Keller
Produktion: Marco Polo Film AG
Kameraequipment: Scopitone Film
Roland Gockel
Marco Polo Film AG
Produktionsleitung: Moritz Mayerle
  Verena Feige
Produzentin: Anette Scheurich
Redaktion: Ann-Christine Hornberger
Auftraggeber: ZDF/ARTE

Dreharbeiten:
September 2019 - Oktober 2020 in Deutschland und den Niederlanden

Sendetermine bei ARTE:
Am Montag, den 22. März 2021 um 17.50 Uhr "Nandus"
Am Montag, den 22. März 2021 um 18.30 Uhr "Sittiche"
Am Dienstag, den 23. März 2021 um 17.50 Uhr "Nutrias"
Am Samstag, den 27. März 2021 um 12.45 Uhr "Nandus"
Am Samstag, den 27. März 2021 um 13.30 Uhr "Sittiche"
Am Samstag, den 27. März 2021 um 14.10 Uhr "Nutrias"

Online Trailer auf Arte: Nandus, Sittiche, Nutrias

Dreharbeiten in Rees/Bienen für den Nutria Film
Dreharbeiten in Rees/Bienen für den Nutria Film

Freche Viecher - dreiteilige Reihe von Herbert Ostwald

Halsbandsittiche - Schreihälse und Rabauken

Eingebürgerte Halsbandsittiche haben sich vor allem in den Städten Mitteleuropas stark vermehrt. Ob in Heidelberg, Köln oder Brüssel - Wissenschaftler sind nicht sonderlich begeistert und warnen vor den lautstarken Papageien, die heimischen Vögeln Futter und Nistplätze streitig machen und teilweise auch Hausfassaden beschädigen. Forscher streiten darüber, wie man die Tiere behandeln soll. Die Städte scheuen Maßnahmen, weil die bunten Papageien bei vielen Bewohnern sehr beliebt sind. Und ihre Zahl wächst derweil. Einige genervte Zeitgenossen greifen zu drastischen Mitteln, vergiften oder erschießen sie. Es droht ein Papageienkrieg.

Nutrias - Zahn um Zahn
Nutrias aus ehemaligen Pelzfarmen leben in Mitteleuropa schon weit mehr als hundert Jahre. In letzter Zeit aber vermehren sie sich auch wegen milder Winter stärker als zuvor. Sie fressen den heimischen Arten die Ufervegetation von Flüssen weg und gefährden durch ihre Erdbauten in Dämmen deren Stabilität. Viele lieben die biberähnlichen Nager und füttern sie, Behörden wollen sie mit Fallen einfangen und ihre Bestände reduzieren. Wirklich in Griff bekommt die wachsende Nutriafamilie kaum jemand.

Nandu-Alarm
Nandus sind die größten Vögel, die in Europa frei leben. Die einzige wildlebende Kolonie auf unserem Kontinent kommt nur in Norddeutschland vor. Seitdem einzelne der straußenähnlichen Vögel aus Südamerika vor zwanzig Jahren aus einem Gehege ausbrachen, vermehren sie sich kontinuierlich in Freiheit. Trotz Nestzerstörungen und Eierentnahmen flitzen nun bereits mehr als 500 der fast mannshohen Laufvögel über die mecklenburgischen Ackerflächen. Landwirte beklagen Ernteverluste, Spaziergänger sorgen sich um ihre Hunde und Jäger vermuten einen Einfluss auf seltene Insekten und Reptilien. Gleichzeitig aber locken die exotischen Vögel vermehrt neugierige Wochenendtouristen an, von denen Gaststättenbesitzer und Hoteliers profitieren. 2019 gab es erste Abschussgenehmigungen. Darf man eine gefährdete Art bekämpfen, wenn sie an einem fremden Standort lebt?

(Herbert Ostwald / Marco Polo Film)

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