Kameraarbeiten
Hausfriedensbruch

Hausfriedensbruch –
Ein Netzwerk gegen häusliche Gewalt

Dokumentarfilm
60 Min.
WDR / Arte
2005

Team

Autor und Regie: Uli Veith
Kamera: Erik Sick
Ton: Ute Haverkämper
Schnitt: Birgit Köster
Aufnahmeleitung: Konstanze Burkard
Produzent: Bernd Wilting
Produktion: Taglicht Media
Redaktion: Sabine Bubeck-Paaz

Dreharbeiten:
Februar – Mai 2005 in Deutschland

Sendetermin:
29.11.05 um 20.40 Uhr, ARTE
Themenabend: Tatort Familie

Die Familie gilt nach wie vor als Hort der Geborgenheit, in dessen Schutz sich die einzelnen Mitglieder zurückziehen können. Sie mag inzwischen ganz unterschiedliche Formen annehmen, doch die Basis des familiären Zusammenlebens ist Vertrauen und die Sicherheit, sich aufeinander verlassen zu können. Es gehört mit zu den schlimmsten Erfahrungen im Leben eines Menschen, wenn ihm hier stattdessen Demütigungen, Verletzungen und Misshandlungen begegnen. Handgreiflichkeiten im Schutzraum des Zuhauses haben verheerende Folgen, denn hier gibt es keine Rückzugsmöglichkeit. Körperliche Attacken in Familien haben zugenommen, und trotz vieler Aufklärungskampagnen ist die Dunkelziffer noch immer sehr hoch. Körperliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen besteht überwiegend in Gewalt durch den Beziehungspartner und wird meist im häuslichen Bereich verübt. Dennoch wurde häusliche Gewalt von Polizei und Justiz lange als privates Problem betrachtet. Der Themenabend will Verständnis wecken für die Situation und die Not der Betroffenen. Er wirft einen Blick auf den Teufelskreis, in dem Opfer und Täter sich bewegen, zeigt aber auch Auswege. In Hannover wurde bereits 1997 ein Projekt ins Leben gerufen, das in einem Verbund von Polizei, Sozialarbeit, Frauenhaus, psychosozialem Dienst und Männerbüro betroffenen Frauen Hilfe und Schutz gewähren sollte. In seinem Film "Hausfriedensbruch" beobachtet Uli Veith, wie Frauen diese Hilfe nutzen. Wie schwierig und schmerzhaft, aber auch wie befreiend der Prozess der Auseinandersetzung mit der Gewalt ist, erzählt Hubert Saupers Dokumentarfilm "Allein mit unseren Geschichten". Er begleitet Frauen, die jede auf ihre Art versuchen sich selbst wieder neu zu definieren. In Hannover wurde bereits vor Jahren ein Interventionsprojekt ins Leben gerufen, das neue Wege bei der Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt einschlägt. Polizei, Sozialbehörden und Beratungsstellen arbeiten eng zusammen. Am Beispiel von drei Frauen zeigt der Dokumentarfilm Erfolge, Möglichkeiten und Grenzen des Projekts.

(Pressetext ARTE)

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