| Buch und Regie: | Herbert Ostwald |
| Kamera: | Erik Sick Roland Gockel Franz Lindinger |
| Assistenz und Ton: | Moritz Kerst Daniel Hallmann Ralf Gromann |
| Zusatzaufnahmen: | Thies Hinrichsen Lennert Piltz Robin Jähne Christina Karliczek Robert Brinkmann Brinkmann Axel Becker |
| Schnitt: | Mathis Hohmann |
| Farbkorrektur: | Dany Schelby |
| Musik: | Stefan Döring |
| Tonmischung: | Florian Ebrecht |
| Sprecher: | Philipp Schepmann |
| Produktion: | Längengrad Filmproduktion |
| Kameraequipment: | Scopitone Film |
| Herstellungsleitung: | Katja Sträter (Längengrad) Andreas Hausmann (SWR) |
| Produzenten: | Thomas Weidenbach Sarah Zierul |
| Redaktion: | Claudia Schwab (SWR) Claudia Ludwig (HR) Klaus Kunde-Neimöth (WDR) |
| Auftraggeber: | SWR mit ARTE, HR, WDR |
Dreharbeiten:
März 2026 - September in Österreich, Schweiz und Deutschland
Sendetermine:
Bahnen gelten als umweltfreundliche Verkehrsmittel, ihre Gleise durchziehen Europas Landschaften. Unbemerkt von den Reisenden, sind Bahnstrecken ganz besondere Lebensräume für eine erstaunliche Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Für sie sind Gleise, Bahndämme Wassertürme und Tunnel buchstäblich – die freie „Wildbahn“!
Entlang der Bahndämme herrschen Umweltbedingungen, mit denen viele Pflanzen und Tiere auf ganz unterschiedliche Weise klarkommen. Elche nutzen Schienenstränge als Wanderrouten, Eidechsen lieben wärmende Schottersteine und Stare lauern in Bahnhofshallen auf spendable Fahrgäste. Auf den Spuren der Natur reist die Kamera von Schweden bis in die Schweiz, nach Deutschland und Österreich und entdeckt ungewöhnliches Tierverhalten. Wolfswelpen lecken an Schienen, Austernfischer brüten auf Bahngleisen, exotische Gottesanbeterinnen reisen als „blinde Passagiere“ mit Zügen und Giftschlangen hausen in Bahnböschungen.
Allerdings sind viele Tiere durch den Zugbetrieb auch beeinträchtigt und gefährdet. Viele Hirsche verunglücken im Lokbetrieb, Fischotter möchten nicht unter Eisenbahnbrücken schwimmen. Und umgekehrt bereiten wasserstauende Biber Bahnbetreibern Probleme. Erstaunlich aber ist, welche Lösungen es für den Konflikt zwischen Bahn und Natur gibt. Wie effektiv sind Krötentunnel und Grünbrücken? Und sind neue High-Tech-Anlagen in Schweden, die große Tiere vor dem Überqueren der Gleise aus Lautsprechern warnen, ein Modell für die Zukunft?
Dieser ungewöhnliche Naturfilm nimmt seine Fahrgäste mit auf eine rasante Reise, die sich unterhaltsam, informativ, mit starken und authentischen Bildern sowie in frischer Weise einem unbekannten Phänomen widmet: dem Lebensraum Bahngelände.
(Herbert Ostwald)